15 Häuser, ein Hafen, keine Antworten – Pedro Barba

Pedro Barba ist der Ort auf La Graciosa, der mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Ein ehemaliges Fischerdorf, das zu einer exklusiven Feriensiedlung wurde. 15 Häuser, ein kleiner Hafen, kein Restaurant, keine Versorgung. Im Sommer für wenige Wochen belebt, im Winter eine Geisterstadt. Was war das früher? Was ist das heute?
Geschichte: vom Fischerdorf zur Feriensiedlung
Die Anfänge: Fischerei und Konservenfabrik
Im 19. Jahrhundert war Pedro Barba ein aktives Fischerdorf. Eine Fischkonservenfabrik gab den Bewohnern Arbeit und Einkommen. Als die Fabrik schloss – und mit ihr die wirtschaftliche Grundlage – wanderten viele Fischer nach Süden, in das aufkommende Caleta del Sebo. Pedro Barba wurde leiser.
Heute: die 15 Häuser
Die heutigen Häuser in Pedro Barba gehören meist wohlhabenden Familien – einige seit Generationen, andere als neuere Erwerber. Die Siedlung ist nicht öffentlich zugänglich im klassischen Sinne: keine Pensionen, kein Hotel, keine Vermietung über normale Kanäle. Wer Pedro Barba kennenlernen will, kommt zu Fuß oder per Boot – und respektiert die Privatsphäre der Bewohner.

Pedro Barba heute: was man erlebt
Der Hafen im Sommer
In den Sommermonaten Juni bis August erwacht Pedro Barba für einige Wochen. Boote im Hafen, ein gelegentliches Lokal, Kinder die schwimmen. Dann: wieder Stille.
Der Ausblick: El Río und Famara
Pedro Barba liegt an einem der schönsten Aussichtspunkte der Insel. Der Hafen blickt direkt auf die Meerenge El Río – mit dem Famara-Massiv auf Lanzarote als Kulisse. Dieses Panorama – La Graciosa vorne, Famara dahinter – ist hier am eindrucksvollsten.

Anreise
Pedro Barba ist nur zu Fuß (ca. 6 km / 1,5–2 Std. ab Caleta del Sebo), per Fahrrad oder per Jeep-Taxi erreichbar. Kein Kiosk, keine Versorgung – alles selbst mitbringen.
In seltenen Fällen werden Häuser kurzfristig vermietet.
Die Kombination aus Geschichte, Abgelegenheit und der Stille außerhalb der Sommerwochen gibt diesem Ort etwas Unerklärbares.
Fazit
- Pedro Barba ist das geheimnisvolle Gegenstück zu Caleta del Sebo – kleiner, stiller, rätselhafter.
- Ehemaliges Fischerdorf, heute exklusive Feriensiedlung: die Geschichte erklärt den Charakter.
- Der Weg dorthin zu Fuß oder per Fahrrad ist Teil des Erlebnisses.
Dieser Artikel basiert auf Vor-Ort-Recherchen des go-la-graciosa.com Redaktionsteams. Stand: April 2026